Der Tag in Rheinland-Pfalz - Das 7-Minuten News Briefing

Der Tag in Rheinland-Pfalz - Das 7-Minuten News Briefing

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00:00:01: Der Tag

00:00:02: in Rheinland-Pfalz, kompakt informiert.

00:00:04: Euer Nachrichten

00:00:05: Podcast von

00:00:06: RPA.

00:00:07: Eins Willkommen zu dieser Spezialfolge unseres Podcasts Krieg im Iran, in der wir uns ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen wollen.

00:00:16: Denn wir haben mit einem Experten für Geopolitik über die Angriffe gesprochen.

00:00:20: Professor Clemens Fischer von der Universität Köln wird uns die wichtigsten Fragen rund um die Angriffen auf den Iran gleich beantworten?

00:00:28: Zuerst fassen wir aber kurz zusammen was da überhaupt los ist im Iran!

00:00:34: Seit Samstag fliegen Israel und die USA Luft-und Raketenangriffe auf Ziele im Iran.

00:00:40: Es soll der größte Einsatz in der Geschichte der israelischen Luftwaffe sein.

00:00:44: Im Fokus stehen die iranische Luftabwehr, Abschussbasen für Raketen, Atomeinrichtungen und die militärische und politische Führung – unter anderem der religiöse Führer des Iran Ayatollah Khamenei ist bei den Angriffen gestorben.

00:00:57: Der Iran selbst antwortet mit Gegenangriffen, zum Beispiel auf Militärstützpunkte der USA in Qatar, Kuwait und Saudi-Arabien aber auch auf Israel.

00:01:07: Wie begründen die USA und Israel diese Angriffe?

00:01:09: Es geht ganz klar ums iranische Atomprogramm – und um die Angst dass der Iran eine Atombombe bauen könnte!

00:01:16: Die USA haben ja schon vor einigen Monaten deswegen Angriffs auf iranischer Atomanlagen geflogen….

00:01:21: US-Präsident Trump sagte jetzt, er wolle Amerikaner vor einer Bedrohung durch die iranische Führung verteidigen und auch Israel spricht von einem Präventivschlag.

00:01:31: Hier kommen wir zu Clemens Fisher dem Geopolitikexperten.

00:01:35: Für einen Präuentivschlack muss es nämlich eine unmittelbare ernste Bedrohrung durch ein anderes Land geben – war das beim Iran der Fall?

00:01:43: Diese Angriffe, die Israel und die USA damit vollgerechtig rechtfertigen wollen können kaum als Präventionsschlag eingestuft werden.

00:01:52: Dazu gehört wirklich eine unmittelbar drohende Angriffsgefahr durch den Gegner.

00:01:56: Es gibt einen einzigen Indikator, dass die Atom-Aufsitzbörde in Wien am Freitag fertiggestellt hatte indem sie sagen es gibt Bewegungen um das Urananreicherungszentrum in Isfahan, die man nicht einstufen kann, die eher ungewöhnlich sind.

00:02:12: Das war das einzige was eine Indikation gewesen wäre dass zumindest eine grundsätzliche Gefahr droht.

00:02:18: Aber ein unmittelbarer Schlag des Iran gegen Israel oder gegen die USA war nicht absehbar.

00:02:23: daher, ein Präventivstag war das sicherlich

00:02:26: nicht.".

00:02:27: Diese Einschätzung sagen sie ist am Freitag veröffentlicht worden und dieser Angriff der USA und Israels ist seit Monaten vorbereitet gewesen hören wir.

00:02:35: Welchen Grund könnte diese Angrift dann gehabt haben?

00:02:40: Nun, dass Därtige Angriffe natürlich vorbereitet werden müssen ist eine grundsätzlich militärisch logistische Frage.

00:02:46: Denn wenn sie Därtigen Truppenmassierungen wie die USA mit zwei Flugzuträger flotten um den Iran herum positionieren dann müssen Sie auch harscharf koordinieren wer wann was macht.

00:02:56: das heißt Dass Därtiga-Angriffe grundsätzlich natürlich geplant sind.

00:03:00: da auslöse es dann die frage und offenbar haben Die usa und israel beschlossen dass man dem iran nicht zutraut wirklich ehrlich zu verhandeln und man wollte offenbar die Chance nützen, an diesem Wochenende das Regime schlicht oder greifend zu enthaupten sprich also auszulösen.

00:03:19: Das ist nicht ganz gelungen denn wie man sieht ist der Iran in der Lage auch weiter zu

00:03:23: kämpfen.".

00:03:25: Sie haben es gerade angesprochen dass Regimen sollte enthauptet werden und unter anderem ist ja das iranische Oberhaupt Ayatollah Khamenei bei den Angriffen ums Leben gekommen Und US-Präsident Trump hat die Menschen im Iran aufgerufen, jetzt dafür zu sorgen dass eine andere Regierung an die Macht kommt.

00:03:39: Lässt sich durch ein militärisches Eingreifen in einem anderen Land dort wirklich einen Regimewechsel herbeiführen?

00:03:47: Grundsätzlich kann man natürlich militärisch einen Regimewechsel befördern, auch herbeiführen aber nicht damit Luft schlägen.

00:03:53: Und was KAMENE aus dem Spiel genommen worden ist das ist nur ein erster Schritt denn KAMENE war an sich seit dem zwölf Tage Krieg im letzten Jahr entmachtet und der dreizehnköpfige Führungsrat hatte eigentlich die Führung im Land über.

00:04:07: Es ist aber ein symbolisch ganz schwerer Schlag von Iran gewesen, dass es so einfach gewesen ist, Khamenei und einen Teil seiner Familie.

00:04:14: Und auch noch weitere für die Revolutionsgarten zu eliminieren.

00:04:19: Was jetzt Trump gemacht hat, ist natürlich auch ein wenig schon vorab die Schuld auf der anderen Seite umzuschieben.

00:04:25: Denn er sagt, wir schießen euch den Weg frei!

00:04:28: Den Umstürz müsst ihr selber machen.

00:04:30: Solange aber diese Kämpfe andauern und vor allem die Bombard-Maus in Träran, wird man kaum Demonstrationen auf die Straße bringen können.

00:04:37: Das heißt derzeit ist das Muller-Regime für Demonstraktionen hier nahezu geschützte Luftangriffe.

00:04:43: Man wird daher auch sehen wenn diese Angriffe abäppen werden ob dann die Opposition in der Lage ist sich A zu organisieren und B gemeinsam gegen das Regime vorzukennen.

00:04:54: Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass das passieren wird oder welches Szenario ist am wahrscheinlichsten?

00:04:58: Wie's mit dem Iran-Unterführung dort weitergehen wird.

00:05:02: Nachdem der Atlantik Herr Michael Scherer gestern ein exklusiv Interview mit Trump gehabt hat, wo Trump sagt die Mueller sind nämlich herangetreten sie wollen wieder verhandeln und ich bin nicht abgeneigt.

00:05:13: Ich habe gesagt, dass wir mit ihnen reden können wäre das schon ein erstes Hindeuten darauf, dass aus Muller Regime momentan noch gute Überlebenschancen hat.

00:05:23: Denn letztendlich geht es den USA garantiert nicht nur um den Regimewechsel als solches, das hätte man als Kolateral mitgenommen.

00:05:31: die hauptsächliche Frage ist den Iran daran zu hindern oder wie man dem Iran daran hindern kann die Bombe weiterzubauen und auch balistische Raketen zu entwickeln.

00:05:40: wenn diese beiden Ziele erreicht sind wird man wohl auch mit der Mullerregime unter neuer Führung weiterleben müssen denn der Regime wechsel selber ist dann noch nicht eine ausgemachte Sache und wäre momentan sehr, sehr schwer durchzusetzen.

00:05:55: Welches Eskalationspotenzial hat der Krieg mit dem Iran jetzt allgemein?

00:06:00: Grundsätzlich ist dieser Krieg im Nahen Osten ganz anders einzuschätzen als während der Ukraine.

00:06:07: Beide Kriege sind natürlich für die Geopolitik sehr unangenehm, denn Krieges sind immer ein Verwerfen von internationalen Beziehungen.

00:06:15: Aber der Ukraine-Krieg ist relativ eingehegt auf einem bestimmten Territorium – das ist im Nahelosten ganz anders!

00:06:22: Man sieht aus, dass der Iran schon beim ersten Gegenschlag gezeigt hat, dass er noch in der Lage ist über Israel hinaus andere Ziele zu treffen.

00:06:30: Das heißt die Golfstaaten und insbesondere dort amerikanische Militärbasen.

00:06:38: Und noch als die Hezbollah mit einem einzigen Raketenangriff sich BISA gemeldet, aber die Hamas und die Hufe sind auch noch ruhig.

00:06:45: das heißt diese Achse des Widerstands wie der Iran aufgebaut hat hält sich noch zurück.

00:06:50: da ist doch gewaltiges Potenzial an Feuerkraftverhandeln und auch die Gefahr eines Flächenbrandes können wir derzeit im Nahen Osten nicht ausschließen.

00:06:58: Dann gibt es ja noch China und Russland die Unterstützer des Irans sind.

00:07:02: welche Rolle werden diese beiden Staaten jetzt spielen?

00:07:05: China hat sich... So geäußert wie China sich ja nicht immer äußert bei der den Konflikten, dass man eine Einmischung von außen verurteilt und das ist ja auch ganz klar.

00:07:15: Dass China im Endeffekt auch sie selber in dieser Rolle sieht, dass wir keine Einmischen tulten würde wenn man sich beispielsweise der Trauan frei noch nähern würde.

00:07:25: Aber Russland verurtet klarerweise auch Denn für Russland ist Iran ein wichtiger Verbündeter.

00:07:31: Nicht nur dass man von dort die Drohnentechnologie bekommen hat Und auch weiterhin Drohnen geliefert Es ist natürlich auch ein Partner, der die Flanke Russlands im Südwesten relativ gut abgedeckt hat.

00:07:44: Und es wäre daher auch ein psychologisches Lager für Russland einen weiteren Verbündung zu verlieren.

00:07:50: Beide werden aber nicht eingreifen weder China noch Russland in diesem Krieg.

00:07:54: Sie können allenfalls als Vermittler dienen wobei sich hier Russland kaum anbieten wird.

00:07:59: für den USA.

00:08:03: ist auch sehr viel Geld im Spiel.

00:08:05: Immerhin werden dreißig Prozent der Ölschiffe, die aus dem arabischen Zentrum herauskommen, sprich die Straße von Hormuz würden exportieren nach China und das ist jetzt unterbrochen.

00:08:18: Das heißt für China ist hier auch eine wirtschaftliche Frage im

00:08:20: Spiel.".

00:08:21: Dann lassen Sie uns zum Schluss noch auf Deutschland schauen.

00:08:24: welche Möglichkeiten hat die Bundesregierung auf diesen Konflikt Einfluss zu nehmen?

00:08:29: Wir haben an der Erklärung der E-III, also vom Vereinigten Königreich Frankreichs und Deutschen schon gesehen.

00:08:35: Dass hier eigentlich auch das stille Einverständnis ist dass Europa hier überhaupt nicht mehr mitreden kann.

00:08:42: Europa wurde allenfalls in Kenntnissgesetzes einen Angriff bevorsteht aber man war nicht eingebunden.

00:08:48: Auch die deutsche Reaktion die der Kanzler bei seiner Pressekonferenz gestern gemacht hat war sehr zurückhaltend.

00:08:54: Man nimmt einfach die Bankrotterklarung der wertebasierten Ordnung zur Kenntnis, denn Europa hat keinen Hebel hier irgendwie das Vollgerecht noch durchsetzen zu können.

00:09:05: Das zweite ist dass der Kanzler sehr große Schwierigkeiten haben wird andere Themen bei seinem Besuch sei er diese Woche oder in naher Zukunft in Washington besprechen kann wie die Ukraine oder wir auch den Zollkonflikt.

00:09:20: den USA sind derzeit im Kriegszustand.

00:09:23: Für die Europäer ist es ein nüchternter Erkenntnis, dass man weltpolitisch nicht einmal in der zweiten Reihe steht.

00:09:30: Sondern mit Zuschauern wie alle anderen.

00:09:32: und die drei Großen das ist China, das ist Russland und da sind die USA machen sich eigentlich eine Art Neo-Imperialismus die Welt untereinander raus.

00:09:41: Das waren Einschätzungen vom Geopolitikexperten-Professor Clemens Fischer von der Universität Köln.

00:09:47: Über alle aktuellen Entwicklungen im Krieg, im Iran halten wir euch natürlich im Programm von RPR I auf dem Laufenden und natürlich auch hier in unserem Podcast.

00:09:55: die nächste Folge gibt's wie gewohnt morgen Nachmittag wieder!

00:09:58: Bis dahin.

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